Wenn du die Tipps bis hier gelesen hast, und einige der empfohlenen Übungen schon gemacht hast, fühlst du dich bestimmt weniger einsam. Vielleicht geniesst du sogar dein Alleinsein! Der Tipp n°5 ist sehr tiefgreifend, lass dich inspirieren…

Tipp n°5: Liebe deine Einsamkeit und lasse dich von ihr leiten

Das ist der schwierigste Tipp überhaupt! Aber wenn du ihn verstehst, kann er dein Leben verändern! Also, was heisst das, «Liebe deine Einsamkeit und lass dich von ihr leiten»?

In der imaginalen Sichtweise und im schamanischen Yoga ist alles Geist. Jede Emotion, die du hast, kommt nicht einfach aus dir heraus, sondern es ist ein Geist, eine Göttin, ein Archetyp, eine Kraft, die dich besucht. Bestimmt hat sie auch deine Vorfahren oft besucht und sie ist gerade bei vielen Menschen zu Gast. Es ist nicht deine Einsamkeit, es ist die Einsamkeit. Und sie wäre gerne bei dir willkommen, statt abgewiesen!

Aus unserer Erziehung haben wir meistens gelernt, dass es nicht gut ist, allein zu sein, und viel besser, zusammen zu sein. Es ist ein soziales Phänomen, das einerseits aus dem Gefühl der Trennung resultiert, das die Inkarnation im Körper hervorruft, und andererseits aus unserem mangelnden Bewusstsein für die unsichtbare Seite der Dinge. In naturnäheren Zivilisationen ist dies nicht der Fall. Für diesen ist Alleinsein ein positiver Wert, auch weil sie das Gefühl von Einsamkeit gar nicht kennen: Sie fühlen sich als Teil der Natur, unterschiedlich, aber nie getrennt!

Jedoch bist du, wenn du mich liest, wahrscheinlich nicht auf der Okinawa-Insel in Japan oder in einem Waldstamm in Myanmar geboren, sondern in Chur, Zürich oder München. Deine Seele hat sich diesen Ort ausgesucht! Und deine Einsamkeit ist aus einem bestimmten Grund bei dir. Alles, was in deinem Leben geschieht, folgt einer Absicht. 

Wie du in meinen Blog-Artikeln über den imaginalen Ansatz oder zum Thema Glück lesen kannst: Im esoterischen Kern der meisten Religionen wird der Zweck des Lebens als bewusste Rückkehr zu deiner wahren Essenz beschrieben. Diese Essenz ist reines Licht, strahlendes Licht in der Leere, wie es die Buddhisten ausdrücken. Und alles, was dir im Leben widerfährt, hat den Zweck, dir zu helfen, in diesen wunderbaren Zustand zurückzukehren!

Dieser Zustand kann übrigens auch im Leben erreicht werden, das ist die gute Nachricht! Es ist ein Bewusstseinszustand, der auch im physischen Körper erreicht werden kann.

Jede Emotion, die du hast, kommt nicht einfach aus dir heraus, sondern es ist ein Geist, eine Göttin, ein Archetyp, eine Kraft, die dich besucht. Bestimmt hat sie auch deine Vorfahren oft besucht und sie ist gerade bei vielen Menschen zu Gast. Es ist nicht deine Einsamkeit, es ist die Einsamkeit. Und sie wäre gerne bei dir willkommen, statt abgewiesen!

Deine Einsamkeit hat also den Zweck, dass du deine Ängste und Anhaftungen loslässt, damit du zu deiner wahren Natur zurückkehren kannst, die reine Liebe und Einheit ist. Jeder Mensch hat ein Karma, das die Summe seiner Widerstände gegen die Liebe ist, die aus Ängsten, Festhalten, Glaubensmustern und mentalen Überzeugungen bestehen. Es gibt jedoch kein gutes oder schlechtes Karma, sondern nur Dinge, die dein Verstand als angenehm oder unangenehm empfindet.

Dieser angenehme oder unangenehme Aspekt hängt mit deinen Überzeugungen zusammen, mit dem, was die Zivilisation, in der du geboren bist, dich gelehrt hat. Und du kannst das verändern, indem du dich von der Vorstellung löst, dass Einsamkeit unangenehm und unerwünscht ist. 

Deine Einsamkeit ist in Realität ein Geschenk: Durch sie kannst du etwas spüren, wahrnehmen und loslassen, das dich von deiner wahren Natur trennt.

Wie kommst du also weiter? Es geht darum, mit deiner Einsamkeit zu sprechen. Und auch, all das wahrzunehmen, was diese Einsamkeit dir ermöglicht. Was sie dich lehrt. Wohin sie dich führen will. Frage die Einsamkeit: „Warum bist du da? Was willst du von mir? Womit kann ich dir helfen, deinen Zweck zu erfüllen? Welche Botschaft hast du für mich? Was gibt es für mich zu tun oder zu lassen?“

Sprich mit deiner Einsamkeit. Du kannst ihr sogar einen Namen geben. Einen schönen Namen, zum Beispiel Mathilde. Und sprich mit Mathilde, wenn du sie spürst. Nimm auch wahr, wo sie sich in deinem Körper befindet. Trete in einen Dialog und bitte die Mathilde, dich zu deiner Erfüllung zu führen. Denn dafür ist sie da.

Übung

  • Sobald du dich einsam fühlst, spüre in deinem Körper, wo sich dieses Gefühl am stärksten zeigt: im Herzen? Im Hals? Im Bauch?…
  • Nimm die Einsamkeit als Geist, Gottheit, Archetyp, Kraft, Lebewesen wahr. Rede mit ihr: „Warum bist du hier? Was erwartest du von mir? Wie kann ich dir helfen, dein Ziel zu erreichen? Was ist deine Botschaft an mich? Was gibt es für mich zu tun oder zu lassen?“
  • Erwarte keine Antwort, bleibe einfach mit deiner Einsamkeit zusammen und versuche, dein Herz für sie zu öffnen. Die Antwort kommt immer, jedoch selten sofort, und nicht in der Form, die du erwartest
  • Sage anschliessend zu deiner Einsamkeit: „Ich weiss noch nicht, warum du da bist, aber ich weiss, dass es zu meinem Besten ist. Ich vertraue dir, führe mich bitte zu meiner Erfüllung!“
  • Umarme dich und deine Einsamkeit.

So versöhnst du dich mit deiner Einsamkeit, und sie verwandelt sich in einer guten Freundin und Verbündete.

Isabellas Verwandlung

Und, was ist aus Isabella geschehen, die du im Tipp n°1 kennengelernt hast?
Es hat sich bei ihr viel getan:

  • Sie hat wahrgenommen, dass sie viel zu viel Dinge für ihre Familie tut, die nicht aus dem Herzen kommen, sondern aus reinem Pflichtgefühl und Perfektionismus. Sie hat ihre Arbeitslast zu Hause und im Büro wesentlich reduziert. Jetzt hat sie mehr Zeit für sich und für den gelassenen Austausch mit ihren Mitmenschen (Tipp n°1: Tue für die anderen nur das, was du wirklich tun möchtest)
  • Sie spricht einmal täglich mit ihrem inneren Kind und nährt ihn, indem sie Impulse nachgeht, die sie früher als kindlich und sinnlos betrachtet hatte: im Wald singen, einen Tannenzapfen aufheben, auf einem Blatt mit Farbstiften kritzeln (Tipp n°2: Pflege dein inneres Kind und deinen inneren Mann/deine innere Frau)
  • Jeden Morgen nimmt sie sich 5 Minuten Zeit, sich selbst zu umarmen, ihren Körper wahrzunehmen und dann singt sich Mantras unter der Dusche! (Tipp n°3: Sei dir bewusst, dass du nur im Kopf einsam bist)
  • Sie hat eine stimmige Yoga-Gruppe gefunden, mit der sie sich jede zweite Woche online trifft. Zudem wird sie bald Marianna aus dieser Gruppe kennenlernen, die nur 50 km von ihr wohnt (Tipp n°4: Suche dir einen Sangha, eine Familie von Gleichgesinnten)
  • Ihre Einsamkeit ist eine gute Freundin geworden, eine Verbündete. Sobald sie auftaucht, öffnet sie ihr Herz, geht in den Gefühl hinein, und spürt die Kraft (Tipp n°5: Liebe deine Einsamkeit und lasse dich von ihr leiten)

Ihr Leben ist viel schöner und erfüllter geworden. Sie strahlt und ihr Mann nimmt sie jetzt ganz anders wahr, was sehr belebend für ihre Beziehung wirkt.

So, das war der letzte der 5 Tipps. Ich wünsche dir alles Gute und einen guten Umgang mit deiner Einsamkeit, die sich hoffentlich bald in ein Gefühl des Einsseins verwandeln wird!

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